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Aby Warburg Broschüre

Aby Warburg. Mnemosyne Bilderatlas
Rekonstruktion – Kommentar – Aktualisierung

ZKM_Lichthof 1+2, 01. September – 13. November 2016

Broschüre
Text: deutsch oder englisch
48 Seiten, zahlreiche, z.T. farbige Abbildungen, 24 x 16 cm

Der Hamburger Kulturwissenschaftler Aby M. Warburg (1866–1929) ist einer der Pioniere der modernen Kunst- und Bildwissenschaft. Er hatte sich vor dem Ersten Weltkrieg in der Fachwelt als Experte der Florentinischen Kunst einen Namen gemacht, mit vergleichsweise wenigen Publikationen, die jedoch immer überraschende Wege der Erkenntnis eröffneten und mehrfach zu sensationellen Entdeckungen führten. Vollkommen ungewöhnlich war allerdings das Projekt, dem er sich in seinen letzten Lebensjahren widmete: der Mnemosyne Bilderatlas, der lange ein Legende blieb, selbst nachdem er 1993 veröffentlicht wurde.

Von 1924 bis 1929 konzentrierte Warburg sein gesamtes Wissen in dieser Bildersammlung, die schließlich auf 63 Tafeln Platz fand und knapp tausend Einzelstücke umfasste. Er verwendete überwiegend Fotografien, aber auch Illustrationen aus Büchern oder Bildmappen, Originalgrafiken oder Zeitungsseiten; sogar Briefmarken und Werbeprospekte setzte er ein. Ganz selbstverständlich bediente er sich moderner Reproduktionstechniken, um auf dieser Grundlage ein „Instrument“ der Erkenntnis zu entwickeln. Den heutigen Betrachter erinnert das Werk wohl an die Bildfülle der Internetsuchmaschinen, doch Warburgs Tafeln sind sehr überlegt konstruiert; ein Speicher, der die Erinnerung in komplexen Konstellationen verdichtet. Mnemosyne, die griechische Göttin der Erinnerung und Mutter der Musen, macht er zur Schutzheiligen seines Projekts. Es ging ihm um die Frage, wie die antike Bildwelt in den europäischen Kulturraum zurückkehrte und die mittelalterliche Welt in ein neues Zeitalter führte – ein klassisches Problem, dessen Lösung jeder kennt: die Renaissance, die Wiedergeburt.

Die Beispiele, die auf den Tafeln des Bilderatlas zusammengezogen werden, handeln jedoch nur wenig von großen „Meisterwerken“ und anerkannten „Werten“. Sie führen vor allem in die Frührenaissance und entfalten die Konfliktgeschichte, zeigen nicht das Ergebnis, sondern den Moment, in dem um die Bedeutung der Kunst noch gerungen wurde. Die Dialoge und Interessensgegensätze zwischen den Künstlern, Auftraggebern, Philosophen, Dichtern und der Kirche wurden von Warburg nie einfach entworfen. Die Konfliktlinien gehen durch die beteiligten Personen selbst – und durch die Werke. Es verwundert daher wenig, dass der Atlas auch in der Kunst keine Grenzen kennt. Malerei, Skulptur, Grafik, illuminierte Handschriften, Bildteppiche, Hochzeitstruhen, Spielkarten, Gebrauchsgegenstände, Schmuck – Warburg suchte in allen Bereichen nach Hinweisen, die ihm helfen konnten.


The Hamburg cultural scientist Aby M. Warburg (1866–1929) was a pioneer of the modern study of art and visual culture. Before the First World War, he made his professional name as an expert in Florentine art through a comparatively small number of publications, which nevertheless consistently offered surprising insights and repeatedly led to sensational dis­coveries. What was utterly extraordinary, however, was the project to which he dedicated the final years of his life: the Mnemosyne Atlas, which has long remained a legend, even after its publication in 1993.

From 1924 to 1929, Warburg concentrated his entire body of knowledge in this collection of images, which ultimately spanned 63 panels and encompassed almost a thousand individual pieces. He predominantly used photographs, but also included illustra­tions from books or picture files, original graphics, and newspaper clippings. He even used postage stamps and promotional brochures. As a matter of course he made use of modern techniques of reproduction in order to develop an „instrument" of knowledge on this basis. To the present-day viewer, the work may well call to mind an Internet search engine`s flood of images, but Warburg`s panels are constructed with great deliberation and comprise a repository that condenses memory into complex constellations. He chose Mnemosyne, the Greek goddess of memory and mother of the muses, as the patron saint of his project.

Warburg was concerned with the question of how the pictorial world of antiquity had come back into the European cultural sphere and led the medieval world into a new era a classic problem with a very familiar solution: the Renaissance, the rebirth. The examples that are brought together on the panels of his „Bilderatlas“ [atlas of images], however, have little to do with the great „masterpieces“ and recognized „Values.“ They lead first and fore­most into the Early Renaissance; they unfold a history of conflict, showing not the outcome, but rather a moment in which a struggle over the meaning of art was still taking place. Warburg never simply mapped out the dialogues and clashes of interest between artists, clients, phi­losophers, poets, and churches. The lines of conflict run through the very people involved and through the works. It is little wonder, then, that the atlas also knows no boundaries within art. Painting, sculpture, graphic design, illuminated manuscripts, tapestries, wedding chests, playing cards, everyday objects, jewelry – in every area Warburg sought the clues that could help him.

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